Chronik des SSV Buchholz 1922 e.V.

Das Gründungs- und Ehrenmitglied des SSV Buchholz, Sportkamerad Rudolf Lehmann, in Buchholz damals als Lehrer tätig, brachte 1920 aus den Osterferien, die er in Wuppertal verbrachte, zwei Fußbälle mit, die ihm ein befreundeter Sportkamerad vom SSV Wuppertal schenkte. Dieses kleine Geschenk aus Wuppertal wurde Anlass zu einem großen Geschenk für Buchholz:

 

Anlass zur Gründung des SSV Buchholz

Auf den Wiesen am Rande des Dorfes traf man sich abends beim Training. Neben vielen Jugendlichen fand sich auch eine große Zahl junger Männer ein, die aus dem Weltkrieg 1914/1918 zurückgekehrt waren und das Bedürfnis nach einem Ausgleich des Kriegserlebens hatten.

Die Begeisterung an dem damals hier zu Lande noch unpopulären Spiel mit dem runden Leder nahm von Training zu Training

zu, und so beschloss man noch im 

Jahre 1920, ohne dass schon ein organisierter Verein bestand, ein Spielfeld anzulegen. Zuerst richtete man einen Trainingsplatz her und zwar an der Stelle, an der heute der Friedhof liegt, und legte anschließend in mühevoller Arbeit ein Spielfeld an - dort, wo sich heute unser "Einkaufs-Center" befindet.

Im Jahre 1921 begnügte man sich nicht mehr mit bloßem Training. Sportkamerad Lehmann formierte eine Mannschaft, die Freundschaftsspiele gegen benachbarte Ortschaften austrug. Die Freude und Begeisterung am Spiel wuchsen bei den Aktiven und Zuschauern gleichermaßen.

Im Frühjahr 1922 war es dann soweit: Man gründete den SSV Buchholz und trat dem Westdeutschen Spielverband bei. Das fällige Gründungsfest sollte Pfingsten 1922 gefeiert werden. Aus diesem Anlass wurde die Reservemannschaft des FC Solingen 1895 zu einem Freundschaftsspiel nach Buchholz eingeladen. So sehr man sich auf dieses Spiel gefreut hatte, so unglücklich fand es in der 35. Minute beim Stande von 0:0 sein Ende, nachdem sich ein Spieler der Gastmannschaft ein Bein gebrochen hatte. Beide Vereine waren sich einig, wegen des tragischen Zwischenfalls das Spiel nicht mehr weiterzuführen. Die Stimmung, von dem bedauerlichen Ereignis des Nachmittags überschattet, war gedämpft bis in den spä Abend, obwohl beide Mannschaften, in sportkameradschaftlicher Runde vereint, die Gründung des SSV feierten. Die Befürchtung, der Verein könnte sich bei weiteren Unfällen bald wieder auflösen, verschwand von Spiel zu Spiel immer mehr. 

 

1922

Vorstehendes Foto zeigt die Gründungsmitglieder (von links nach rechts).

Stehend: Anton Hammes, Kaspar Nick,Johann Reifenschneider, Gottfried Pörsch, Anton Roos, Peter Mallmann, Karl Hammes, Johann Ternes, Oswald Reif, August Nick, Josef Pörsch, Valentin Nick, Josef Porz, Josef Groß, Anton Braun, Rudolf Lehmann.

Kniend: Josef Hammerschmidt, Christoph Könen, Peter Hammerschmidt II, Philipp Wangard, Willi Hammerschmidt, Fritz Liesenfeld, Peter Reifenschneider, Philipp Wangard I, Konrad Pörsch.

Sitzend: Hans Hammerschmidt, Philipp Hammes, Josef Roos, Peter Roos und Jakob Vogt.



Als Mitglied des Westdeutschen Spielverbandes blieb der Verein bis zum Jahr 1929 aktiv. Als dann infolge Mangel an Arbeitsplätzen mancher junge Mann seinen Heimatort verlassen musste, um in Industriegebieten seinen Unterhalt zu verdienen, und als außerdem einige Spieler infolge Verletzungen pausieren mussten, wurde der Spielbetrieb eingestellt. Aber schon nach einjähriger Pause war man in Buchholz der Meinung, dass man sich nicht für immer vom Fußballsport trennen dürfte. Und so wurden alle Kräfte mobilisiert und eine neue Mannschaft aufgestellt. Aber schon bald kamen neue Schwierigkeiten. Um im Westdeutschen Spielverband weiterspielen zu können, musste man sehr weite Fahrten für Auswärtsspiele in Kauf nehmen, weil die meisten Vereine der näheren Umgebung dem inzwischen neugegründeten Verband "deutsche Jugendkraft" beigetreten waren.

Und so beschloss der Verein 1930 nach reiflicher Uberlegung und nicht leichten Herzens, aus dem Westdeutschen Spielverband auszutreten und sich der DJK anzuschließen. Schon im zweiten und dritten Spieljahr im Verband der DJK bewies die Mannschaft ihre Stärke und gewann in den Jahren 1931 und 1932 die Meisterschaft in ihrer Klasse. Auf den Aufstieg in eine höhere Klasse musste aus finanziellen Gründen verzichtet werden.

In den folgenden Jahren wurde die Mannschaft durch die Einberufung mehrerer Spieler zur Wehrmacht immer stärker geschwächt und musste schließlich 1936 wegen Spielermangel den Spielbetrieb erneut einstellen.

Nachstehende Aufnahmen zeigen die Meisterelf von 1931 und 1932.



Bild 2, stehend von links nach rechts: Otto Kühn, Josef Henzler, Robert Rosen bach, Karl Meinecke, Nikolaus Groß, Josef Mallmann, Josef Hammes und Peter Hammerschmidt II. Kniend von links nach rechts: Ludwig Henzler, Anton Könen und Franz Hammes.



3, die Spieler von links nach rechts: Josef Henzler, Robert Rosenbach, Karl Meinecke, Nikolaus Groß, Ludwig Henzler, Anton Könen, Franz Hammes, Josef Hammes, Otto Kühn, Ernst Pörsch und Peter Hammerschmidt II

Nachdem im Frühjahr 1945 der Zweite Weltkrieg, der auch für unseren Ort und seine Bevölkerung schwere Schäden und große Verluste gebracht hatte, beendet war, nahm bereits im Spätsommer 1945 der Verein seine Tätigkeit wieder auf. Sportkamerad Toni Kahl (damals Oberwesel) hatte in einem Rundschreiben alle ihm aus früherer Zeit bekannten fußballspielenden Vereine des Kreises St.Goar auf die beabsichtigte Gründung eines neuen Sportverbandes Mittelrhein hingewiesen und den Vereinen empfohlen, diesem Verband beizutreten. Ein Erfolg dieses Appells blieb in Buchholz nicht aus.



Mannschaft von 1942

Schon im September war eine Mannschaft gegründet. Diese trug zunächst 2 Freundschaftsspiele gegen den FC Karbach aus. Da zu jener Zeit Kraftfahrzeuge größte Mangelware waren, wurden die Wegstrecken zu Auswärtsspielen zum Teil mit Pferdefuhrwerken zurückgelegt.

Hier sei einmal festzustellen, dass die Wegstrecken zu den Auswärtsspielen zum Teil mit Pferdefuhrwerken 

zurückgelegt wurden. Aber schon bald konnte man sich in Buchholz ,,modernerer" Verkehrsmittel bedienen. Die Sportkameraden Peter-Franz Hammes und Johann-Peter Prommenschenkel bastelten aus Teilen von aus dem Krieg zurückgebliebenen Militärfahrzeugen Lkw's zusammen, die mit Holzgeneratoren angetrieben wurden. Das Bild unten zeigt ein solches Fahrzeug.



Mit diesen Wagen wurden dann sonntags Spieler und Zuschauer zu auswärtigen Spielen befördert. Peter-Franz war es ein Vergnügen, wenn sein Vehikel von 20 bis 30 Spielern und Zuschauern, die mitfahren wollten, angeschoben wurde, bis endlich der Start glückte. Wenn sein ,,bestes Stück" manch mal bis zum Stillstand ruhig wurde, machte sich bei ihm eine Unruhe bemerkbar. Seinen Holzvergaser kritisch prüfend sagte er stereotyp: ,,Es net ze ver stiehn, hellblau Gas, Starter keine Mucks". So kam es auch vor, dass der Lkw auf der Rückfahrt von einem Spiel an der Mosel im Berg stehenblieb, weil das Generatorholz ausgegangen war. Die Insassen schafften dann Holz herbei, wobei einige Rebstockpfähle, die man aus den nahen Weinbergen ,,organisierte", zweckentfremdet wurden ... aber die Heimfahrt war wieder für ein Stück Weges gesichert. Ein andermal, als man von einem Fußballspiel am Rhein die Rückfahrt angetreten 

Mannschaft 1949

hatte, leitete der Fahrer Johann-Peter Prommenschenkel, genannt Chemm, mit seinem Fahrzeug einen Bremsvorgang ein, weil er merkte, dass etwas am Wagen nicht in Ordnung war. In diesem Augenblick wurde der Wagen von einem Autoreifen überholt, der seine Fahrtrichtung leicht änderte und das Rheinufer abwärts raste. Nachdem Chemm angehalten hatte und ausgestiegen war, traute er seinen Augen nicht: Er musste feststellen, dass das linke Hinterrad seines Wagens schneller geworden war, als der Wagen.

Dem neuen Sportverband Mittelrhein, der am 11.11.1945 in Koblenz gegründet wurde, ist unser Verein noch im gleichen Jahr beigetreten. Dem Verband gehörten damals überwiegend Fußballvereine an, da verschiedene Sportarten wie Turnen, Ringen, Boxen, Fechten, Schießen von der Besatzungsmacht verboten waren.

Im Februar 1946 konnte das erste Meisterschaftsspiel, des unter seinem Vorsitzenden Ludwig Könen sen. neu organisierten SSV Buchholz, vor heimischem Publikum gegen den RC Rheinfels St. Goar ausgetragen werden. St. Goar gewann mit 4:3 Toren. Im Rückspiel, das noch im gleichen Jahr in St. Goar statt fand, konnte sich unsere Mannschaft mit 7:2 Toren revanchieren.

Im Spieljahr 1947/48 versuchte der Verein eine zweite Seniorenmannschaft an den Meisterschaftsspielen teilnehmen zu lassen. Diese Mannschaft bestand überwiegend aus Reservespielern der ersten Mannschaft und wurde durch Spieler der A-Jugend, die zu jener Zeit Spielerlaubnis in Seniorenmannschaften hatten, ergänzt. Wegen Spielermangel wurde diese Mannschaft für das folgende Spieljahr nicht mehr gemeldet, zumal die 1. Mannschaft den Verbleib in der 1. Kreisklasse nicht mehr schaffte und in die 2. Kreisklasse absteigen musste.





Im Jahre 1949 entstand aus dem Sportverband Mittelrhein der Sportbund Rheinland mit seinen Fachverbänden, bei dem unser Verein als 98. Mitglied von jetzt 1798 Mitgliedsvereinen geführt wird.

In der 2. Kreisklasse musste unsere Mannschaft nur zwei Jahre bleiben. Sie wurde im Spieljahr 1949/50 Meister der 2. Kreisklasse und hat ihr Ziel er reicht, in die 1. Kreisklasse aufzusteigen. Während also im Spieljahr 1950/51 die 1. Mannschaft in der 1. Kreisklasse spielte, beteiligte sich an den Meisterschaften der 2. Kreisklasse erneut eine 2. Mannschaft unseres Vereins. Erfreulicherweise konnte in dem Spieljahr erstmals in der Vereinsgeschichte in der Nachkriegszeit auch eine gemischte A/B-Jugendmannschaft am Meisterschaftsspielbetrieb teilnehmen. Diese Mannschaft wurde schon im 2. Jahr ihres Bestehens Staffelmeister der 

Mannschaft 1950

gemischten Jugendstaffel Hunsrück. Unserer 1. Mannschaft gelang es gleichzeitig den Kreispokal zu gewinnen und darüberhinaus, als fairste Mannschaft des Kreises, den Fairneßpreis des Fußballverbandes Rheinland zu erhalten.



Mannschaft 1952

Für das Spieljahr 1952/53 wurden die 1. und 2. Kreisklasse in B- bzw. C-Klasse umbenannt. Unsere 1. Mannschaft wurde der B-Klasse zugeteilt. Auch in diesem sowie in dem darauffolgenden Spieljahr wurde ihr der Fairneßpreis erneut zugesprochen.

Nach dem Spieljahr 1953/54 kam der Zusammenschluss der Kreise St. Goar und St. Goarshausen zu einem Fußballkreis, der den Namen Rheinkreis führte. Während sich eine 2. Seniorenmannschaft bis einschließlich des Spieljahres 1957/58 am Spielbetrieb nicht mehr beteiligte, wurde die Vereinsjugendarbeit bei uns sehr verstärkt. Diese Arbeit trug schon bald ihre Früchte. Es konnten durchweg A-Jugendmannschaften in Meisterschaftsrunden eingesetzt werden und die erste Mannschaft konnte sich in den nächsten Jahren in der B-Klasse behaupten. Sie wurde 1956/57 zum zweitenmal Kreispokalmeister. Im Spieljahr 1957/58 ist es ihr sogar gelungen, Kreismeister der B-Klasse zu werden und den Aufstieg in die A-Klasse zu schaffen. Im gleichen Jahr nahm auch eine Juniorenmannschaft des SSV Buchholz mit Spielern im Alter zwischen 18 und 21 Jahren an den Meisterschaftsspielen einer besonderen Juniorenstaffel teil und qualifizierte sich für den Aufstieg in die B-Klasse. Es spielten ferner eine A-Jugendmannschaft und erstmals eine 7er D-Jugend mannschaft. Es war das 36. Vereinsjahr, das man bis dahin wohl als das erfolgreichste Jahr unserer Vereinsgeschichte nennen darf. Doch auf ein Hoch folgt in der Regel ein Tief. Im Spieljahr 1958/59 konnte unsere 1. Mannschaft sich nicht in der A-Klasse behaupten. Auch für unsere 2. Mannschaft war die B-Klasse zu stark. In der Spielsaison 1959/60 wurde die 2. Mannschaft aufgelöst und aus beiden Seniorenmannschaften eine neue Mannschaft für die Teilnahme an der Meisterschaftsrunde in der B-Klasse formiert. Diese Mannschaft schaffte in einem ,,Kopf-an-Kopf-Rennen" mit der punktgleichen Mannschaft aus Niederheimbach auf Anhieb den 1. Tabellenplatz. Auf einen erneuten Aufstieg in die A-Klasse verzichtete man aber.



Das Bild zeigt stehend von links nach rechts: Heinrich Becker, Erich Brod, Richard Rosenbach, Anton Kneip, Toni Pörsch, Toni Kühn, Philipp Henzler, Valentin Nick, knieend Karl Kühn, Alfred Spengler, Ernst Kühn



Aber nicht nur spielerische Leistungen waren im Jahre 1960 zu verzeichnen. Denn mehrere, besonders inaktive Mitglieder hatten sich unter der Leitung von Sportkamerad Alois Gipp zusammengefunden, um für den Verein 

Umkleidekabinen am Sportplatz zu errichten. Diese konnten noch im gleichen Jahr ihrer Bestimmung übergeben werden. Im Spieljahr 1960/61 konnten wir mit der D-Jugendmannschaft, die zwei Jahre zuvor erstmals im Verein tätig geworden war, einen weiteren Kreismeister stellen. Hervorzuheben ist auch, dass 1961/62 eine AH-Mannschaft sich bildete. Diese Abteilungwird seit 1972 von dem Vereinsmitglied Horst Wangard gen. "Negus" geführt.



Mannschaft 1960
Mannschaft 1960

In den folgenden Spieljahren blieb die Mannschaftsmeldung an den Verband zahlenmäßig unverändert. Die 1. Mannschaft musste nach einer erneuten Klassenreform seit dem Spieljahr 1963/64 (die B-und C-Klasse wurden in die 1. bzw. 2. Kreisklasse umbenannt) in der 2. Kreisklasse spielen, weil ihr Tabellenplatz für eine Zuweisung zur 1. Kreisklasse nicht ganz ausreichte.



Mannschaft 1963
Mannschaft 1964

Der Aufstieg in die 1. Kreisklasse glückte aber im Spieljahr 1967/68. Erwähnenswert ist, dass erstmals 1966/67 eine C- und eine 7er E-Jugendmannschaft in den Meisterschaftsrunden mitwirkten. In der Saison 1968/69 wurde die Zahl der gemeldeten Mannschaften von 5 auf 7 erhöht. Nach langer Zeit sah man wieder eine 2. Seniorenmannschaft in der 3. Kreisklasse spielen, und eine neu zusammengestellte A-Jugendmannschaft erkämpfte sich gleich im 1. Jahr die Rheinkreismeisterschaft und stieg in die A-Jugendleistungsklasse auf. Um diese Mannschaft noch attraktiver und stärker zu machen, kam es für die Saison 1969/70 zu einer Vereinbarung mit dem FC Nörtershausen über die Bildung einer Jugendspielgemeinschaft. Diese Jugendspielgemeinschaft besteht auch heute noch für einige Jugendmannschaften, wobei sich auch der SV Eintracht Oppenhausen seit mehreren Jahren dieser JSG angeschlossen hat. Die neue Mannschaft gewann derart an Spielkraft, dass sie Meister der A-Jugendleistungsklasse wurde. Ein Entscheidungsspiel für den Aufstieg in die A-Jugendsonderklasse wurde in Koblenz gegen die sehr starke Mannschaft des SC Sinzig am 1. Mai 1970 mit 3:1 Toren verloren. Obwohl der FC Nörtershausen sich dafür entschloss, 1970/71 wieder eine eigene A-Jugend spielen zu lassen, war es dem SSV Buchholz möglich, mit 5 Jugendmannschaften an den Meisterschaftsrunden teilzunehmen. In jenem Spieljahr brachte es die 7er E-Jugendmannschaft fertig, dem Verein einen weiteren Kreismeistertitel zu schenken.



Die Mitgliederzahl hat sich seit 1967 bis zum Januar 1972 allein in der Abteilung Fußball von 78 auf 211 erhöht. Im Mai 1968 wurde auf vielfachen Wunsch eine Gymnastikabteilung für Frauen und Kinder gegründet, welche von Inge Wangard 25 Jahre lang als Abteilungsleiterin geführt und geprägt wurde. Dieser Abteilung haben sich sofort 53 Mitglieder angeschlossen. Bis zum Januar 1972 hat sich die Zahl sehr bemerkenswert, nämlich auf 172 erhöht. Der Verein zählte also zu Beginn seines 50. Jubiläumsjahres insgesamt 383 Mitglieder. An diesem hocherfreulichen sprunghaften Anstieg ist ein sehr verbreitetes Sport- und Vereinsinteresse in Buchholz und in den umliegenden Ortschaften zu erkennen. Der zahlenmäßige Anstieg und ein gesteigertes Interesse haben mit dazu beigetragen, die Leistungen besonders der Seniorenmannschaften unseres Vereins deutlich zu erhöhen. So konnte sich unsere 1. Mannschaft vornehmen, dem Verein die Kreismeisterschaft und möglichst auch den Aufstieg in die A-Klasse als Jubiläumsgeschenk zu überreichen. Beide sehr hochgesteckten sportlichen Ziele wurden erreicht! Als Sieger der Staffel Rhein ist es der 1. Mannschaft gelungen, in den Entscheidungsspielen am 7. Mai in Buchholz gegen den Sieger der Staffel Mosel, nömlich gegen den FC Burgen 3:0 und am 11. Mai in Oberkostenz gegen den Sieger der Staffel Hunsrück, den SV Oberkostenz, 2:1 zu gewinnon. Als weiteres Jubiläumsgeschenk konnte die 1. Mannschaft ihrem Verein den Kreispokal überreichen, den sie vor 400 Zuschauern auf dem Sportplatz im neutralen Werlau im Pokalendspiel gegen den SV Braunshorn durch ein 1:0 gewann.



Mannschaft 1971/72
Alte Herren 1971/72

die Namen von links nach rechts:

obere Reihe: Albert Lisa, Anton Kühn, Philipp Henzler, Anton Pörsch, Alfred Spengler, Josef Schwickert, Herbert Vogt, Franz Bartsch

untere Reihe: Günther Kasper, Valentin Nick, Alois Mallmann, Alois Kneip, Rudi Pörsch, Karl Hammerschmidt



Die Jugendfußballer konnten sich in diesem Spieljahr 1971/72 wieder mit dem FC Nörtershausen zu einer Spielgemeinschaft vereinigen, in der die A-Jugendmannschaft vom FC Nörtershausen betreut wurden und ihre Heimspiele in Nörtershausen austrug, während die B-, C-, D- und die 7er E-Jugendmannschaft vom SSV Buchholz betreut wurden und ihre Heimspiele in Buchholz austrugen. Somit unterhielt unser Verein im Jahre seines 

50jährigen Bestehens 1 AH-Mannschaft, 2 Seniorenmannschaften und 4 Jugendmannschaften.

Mannschaft 1974/75

Unter dem sog. ,,Erfolgstrainer" des SSV Buchholz, dem Vereinsmitglied Emil Graf, gelang den Fußballern in der Saison 1974/75 der Aufstieg in die attraktive und begehrte Bezirksliga. Während den 4 Jahren Bezriksligazugehörigkeit kam es immer wieder ,,Auf der Heide,, zu spannenden Lokalderbys - wie gegen Emmelshausen, Ehrbachtal, Argenthal oder auch Gondershausen und Metternich - vor teilweise über 1000 zahlenden Zuschauern, wie der leider zu früh verstorbene, über Jahrzehnte tätige Kassierer ,,PITTI,, immer wieder strahlend berichtete.



Mannschaft 1975/76

die Namen von links nach rechts:

obere Reihe: Trainer R. Lehnertz, H. Schulzki, A. Schulzki, St. Kreuter, W. Blümle, R. Gipp, H. Römer, T. Link, P. Gipp

untere Reihe: A. Porz, N. Roos, E. Ternes, E. Bonert, A. Escher, H.-P. Kerber



Skepsis herrschte, als der Antrag zur Gründung einer Basketballabteilung dem Vorstand vorlag. Endlich war es dann aber doch soweit. Ende 1974 wurde die Baskettballabteilung des SSV Buchholz aus der Taufe gehoben, was bis zum heutigen Zeitpunkt als positiv gewertet werden kann.

 

Großen Anteil an der Gründung hatten vor allem Josef Henzler, Joachim Porz und Heinz Kähne. Schon nach wenigen Trainingseinheiten stießen weitere Interessenten hinzu. Von nun an ging es Schlag auf Schlag. Aus den ehemaligen acht Mitgliedern wurden innerhalb weniger Jahre nahezu 50 Mitglieder.



Vor allem konnte durch den starken persönlichen Einsatz der o.a. Personen u.a. auch durch den erfahrenen Basketballer Manfred Ledosquet, viele Jugendmannschaften aufgestellt werden. Einige Meisterschaften wurden gewonnen. Es gelang sogar, einigen Jugendlichen durch kurzfristige Bildung von Spielgemeinschaften als Auswahlspieler die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften zu ermöglichen. Ehemalige Jugendspieler des SSV Buchholz drangen bis zur ersten Bundesliga vor.



Sollte es dem SSV Buchholz weiterhin gelingen, durch einsatzbereite und gute Trainer - wie z.B. seit Jahren es der derzeitige Abteilungsleiter, Herr Manfred Uhrmacher, praktiziert, die Jugendlichen zu fördern, so sehen wir mit großer Zufriedenheit in die Zukunft unserer Basketballabteilung.





1. Mannschaft 1976/77 Bezirksliga

obere Reihe: Betreuer Willi Otten, Helmut Schulzki, Hans-Wilhelm Porz, Alfons Schulzki, Helmut Kühn, Peter Hilger, Hans-Peter Kerber, Wolfgang Blümle, Norbert Roos, Trainer Rolf Lenertz

untere Reihe: Alois Escher, Jürgen Pörsch, Günter Pörsch, Gerd Porz, Alois Porz



Bei den Fußballern fand zwischenzeitlich eine Neuorganisation der Klasseneinteilung statt, wodurch die Seniorenmannschaft im Spieljahr 1976/77 den Aufstieg in die Landesliga schaffte. Bedingt dadurch, dass innerhalb von zwei Jahren 18 aktive Spieler Ihre Laufbahn beendeten, den Verein wechselten oder verletzungsbedingt aufhören mussten, war der Abstieg bereits vorprogrammiert.

 



Aufstiegsmannschaft 1976/77 in die Landesliga Süd:



die Namen von links nach rechts: obere Reihe: Trainer R. Lehnertz, J. Pörsch, A. Escher, G. Porz, N. Roos, A. Porz, W. Blümle untere Reihe: A. Schulzki, H. Kühn, H.-W. Porz, G. Pörsch, H.-P. Kerber, P. Hilger, H. Schulzki
1. Mannschaft 1978/79 Landesliga Süd die Namen von links nach rechts: obere Reihe: Betreuer Öl, H. Schneider, W. Staudt, A. Escher, E. Stoffel, K. Bauer, W. Blümle, E. Koch, H. Schulzki, Trainer R. Lehnertz untere Reihe: Hoffmann, R. Beck, G. Pörsch, A.

Mittlerweile war auch ein neues Sportplatzgelände hergerichtet. Pünktlich zum 60-jährigen Vereinsjubiläum erfolgte am Pfingstsonntag, dem 30. Mai 1982 die offizielle Einweihung dieser herrlichen Anlage durch die Stadtverwaltung Boppard.



 

Die letzten 20 Jahre im Seniorenfußball sind uns noch so wirklichkeitsnah, dass diese kurz gefasst werden können. Die Seniorenmannschaft musste leider den Weg von der Landsliga bis hinab zur C-Klasse antreten. Spielerische Höhepunkte blieben in dieser Zeit natürlich aus. In der Saison 1989/90 u. 1990/91 wurde eine SG im 

 Seniorenbereich mit dem SV Eintracht Oppenhausen gebildet. 

Mannschaft von 1982 die Namen von links nach rechts: obere Reihe: Erich Blümling, Kurt Liesenfeld, August Sisterhenn, Karl Kühn, Siegfried Schröder, Ernst Kühn, Alfred Spengler, Anton Kühn, Anton Pörsch, Schiedsrichter Christoph Nick untere Reihe: Philip
Spielgemeinschaft mit dem SV Eintracht Oppenhausen

Jedoch seit der Saison 1992/93 steht man wieder auf eigenen Beinen und der Verein wünscht sich in naher Zukunft einen Aufstieg in die nächst höhere Klasse, um auch dem Nachwuchs einen Anreiz zu geben. Die Seniorenmannschaft wird z.Zt. erfolgreich betreut und trainiert vom Sportkameraden Anton Link. Nicht weniger erfolgreich sind die Jugendmannschaften unter den 

beliebten Betreuern und Trainern Werner Stein, Guido Busch und Endrik Bonert, wobei anzumerken ist, dass alle Drei lizensierte Übungsleiter bzw. Trainer sind. Jedoch geht im Fußball nichts ohne unsere langjährigen und vereinstreuen Schiedsrichter Albert Sonntag und Gilbert Kluwig.

 

Seit 1982 wurde in Buchholz Dart gespielt, damals unter dem Namen DDC Koblenz II. Später spielte man unter dem Namen DC Johanny, bevor die Spieler sich im Januar 1989 dem SSV Buchholz anschlossen und anschließend unter dem Team SSV Buchholz liefen. Unter dem Abteilungsleiter Joachim Pütz veranstaltete die Dart-Abteilung mehrere Turniere u.a. die Internationale Rheinland-Pfalz-Open, welche in der niederkirchspielhalle in Oppenhausen ausgetragen wurde.

Bei einem solchen Turnier waren Preisgelder bis zu 2.800,-- DM ausgesetzt. In all den Jahren gehörten ca. 18-20 Personen der Dart Abteilung an. Trainiert wurde immer im Gasthaus Johanny an der Hunsrückhöhenstraße. Durch den Wechsel starker Spieler zu anderen Teams konnte schließlich keine Mannschaftsmeldung folgen und dies führte dazu, dass die Dart Abteilung 1994 zwangsläufig aufgelöst werden musste.



Von 1982 - 1987 spielte eine Damenmannschaft in Buchholz in der Kreis und Bezirksklasse des Volleyballverbandes Mittelrhein mit unterschiedlichem Erfolg. Ein Jahr nachdem die Damenmannschaft mit dem Spielbetrieb anfing, zogen die Herren im Jahr 1983 nach und spielten ebenfalls in der Kreis- und Bezirksklasse unter dem Trainer W. Buschbaum und der Trainerin 1. Mallmann.

 

Die Abteilung Volleyball bestand danach nicht mehr.

 

Bis vor 10 Jahren existierte nur noch eine Mixed-Gruppe, die sich zwangslos traf und aus Spaß Volleyball spielte. Diese Gruppe, die schon weit über 15 Jahren bestand, wurde von W. Bauer trainiert. Diese Hobby-Mixed-Gruppe war der Turnabteilung des SSV Buchholz angeschlossen.

1992 kam einigen Spielerinnen und Spieler dieser Gruppe die Idee, auch im Mixed Bereich an einer Meisterschaftsrunde mitzuspielen. Die Mannschaft nahm an der Meisterschaftsrunde der Gruppe Mittelrhein teil. Nun bildete sich auch wieder eine eigene Abteilung Volleyball im SSV Buchholz.

Bereits die 1. Saison erbrachte positive Ergebnisse für die damals von Ch. Emser betreute Mannschaft.

Die Qualifikation zur Teilnahme am Endrundenturnier in Trier bestätigte die gute Leistung. Durch kontinuierliches Training konnte auch in den beiden nächsten Jahren das Endrundenturnier erreicht werden.

Das Training der Mixed-Mannschaft gestaltet seit 1994 die Sportlehrerin Frau Ursula Persel. Auch das gesellige kommt in dieser Abteilung nicht zu kurz.



Mit einigen Anfängern im Schülerbereich und ein paar engagierten Trainern und Betreuern begann die jüngste Abteilung des SSV, die Abteilung Tischtennis. Im Frühjahr 1992 wurde auf Initiative von dem damaligen Vorstandsmitglied W. Kochhann und R. Hunz eine Tischtennis-Abteilung innerhalb des SSV Buchholz gegründet. Bereits im Herbst des gleichen Jahres begann das erste Training für Erwachsene, Jugendliche und Schüler mit ca. 20 Teilnehmern. Doch schon bald stellte sich heraus, dass die Trainingsteilnehmer, hauptsächlich 

Jugendliche und Schüler, auch am offiziellen Meisterschaftsbetrieb teilnehmen wollten. Für die Saison 1993/94 wurde daraufhin erstmals eine Schülermannschaft gemeldet.



Für den Meisterschaftsbetrieb musste der Verein zunächst noch neue turniergerechte TT-Tische mit Zubehör anschaffen. Ebenfalls erhielten die Spieler sportgerechte Trikots.



von links nach rechts: Tommy Schladt, Vorsitzender Ernst Kessler, Christian Beicht, Kassierer Werner Kochhann, Andreas Wilhelm, Jens Wiedemann, Dennis Kessler, Raffael Lüdtke, Johannes Grunenberg, Betreuer Rolf Hunz, Björn Vogt, Betreuer Hans-Gerd Reis.

Am 21. September 2002 feierte der SSV Buchholz sein 80 jähriges Bestehen. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein 835 Mitglieder. Bei diesem Anlass wurden einige verdiente Vereinsmitglieder für ihre Arbeit oder für ihre aktive Zeit geehrt. (siehe Link zum 80-jährigen Bestehen.

Nach dem Abstieg bis in die Kreisliga C konnte auch die Fußballmannschaft im Jubiläumsjahr wieder für Schlagzeilen sorgen. Nach einer total verkorksten Saison 2000/2001 musste man zeitweilig sogar um den Fortbestand der Mannschaft bangen. Daraufhin wurde im Jahr 2001/2002 erneut eine Spielgemeinschaft mit der SV Eintracht Oppenhausen gegründet. Die SG Buchholz/Oppenhausen sollte beide Vereinen wieder zu alter Spielstärke zurückführen. So gelang in diesem Jahr auch der so langherbeigesehnte Aufstieg in die B-Klasse. Es ging ein Ruck durch die Mannschaft, jeder sprang für den anderen ein, kämpfte mit besten Kräften, stand  zum Trainer dem Abteilungsleiter und dem Vorstand.



Aber nicht nur die Fußballabteilung leistete im letzten Jahr gute Arbeit. Auch die jüngste Abteilung, die Tischtennisabteilung die im Jahr 2002 ihr 10-jähriges Bestehen feierte, steigert sich von Jahr zu Jahr. So konnte zum Beispiel im Jahr 2001 der erneute Aufstieg in die 1. Kreisklasse gefeiert werden, der schon im Jahr 1998 gelang. Diese Klasse ist mit der A-Klasse im Fußball vergleichbar. Zu Ihrem 10-jährigen Jubiläum lud die Tischtennisabteilung auch die beiden Spitzenspieler Stefan Fetzner und Andrzej Grubba vom Deutschen Meister TTC Zugbrücke Grenzau zu einem Showkampf ein. Im Jahr 2003 gelang der Tischtennis Abteilung der bislang größte Erfolg. Im Finale des C-Regionspokals wurde gegen den klassenhöheren TTC Hungenroth gewonnen.



Dieser geschichtliche Überblick soll Ihnen die Entstehung, Entwicklung und das Anwachsen des Spiel-u. Sportvereines Buchhholz der letzten 80 Jahre etwas verdeutlichen.

 

Der SSV Buchholz 1922 e.V. glaubt auch weiterhin zuversichtlich in die Zukunft schauen zu können und hofft zugleich, dass mit der Treue zum Verein und der vielen engagierten ehrenamtlichen Helfern, es weiter aufwärts beim SSV Buchholz gehen kann.

 

wird fortgesetzt ...



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